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Aus geographischer Sicht gehört Diedendorf aufgrund seiner Lokalisierung in Hanglage über dem Saartal, zwischen Saarunion und Fénétrange, zur lothringischen Hochebene. Aus administrativer Sicht zählt das Dorf seit dem Erlaß vom 23. November 1793 zum Département Bas-Rhin, d.h. zur Region Elsaß. Historisch gesehen, gehörte die Gegend von Diedendorf lange zum Heiligen Römischen Reich und teilte somit die stürmische Vergangenheit der Grafschaft von Saarwerden. Lange stritten die Bischöfe von Metz (d.h. das Haus von Lothringen) und das Haus von Nassau um die Region - zu Beginn des XVI. Jahrhunderts wartend auf das Urteil des Reichskammergerichts von Speyer. Zu diesem Zeitpunkt ereignete sich allerdings ein wesentlicher historischer Umbruch, der das Schiksal der Region für Jahrhunderte beeinflussen würde: die Reformation.
Durch einen Amtseinführungbrief vom 12. Februar 1570 belehnte Graf
Johann IV. von Nassau-Saarbrücken seinen Landvogt Johann Streiff
von Lauenstein mit Grundstücken und einer Meierei in Diedendorf.
Dort erbaute Johann Streiff gegen 1580
das Schloß, sowie die Kirche im Jahre 1588 (Foto
rechts). |
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