




Das Hauptgebäude war von Befestigungen in einem
rechteckigen Grundriß von ca. 80 x 60 m umgeben (Foto rechts),
die zum großen Teil erhalten geblieben sind. Diese Außenmauer war
ca. 5 m hoch und im oberen Teil mit Schießscharten (Foto oben
links) versehen, so daß man von der früheren Existenz eines
hölzernen Wehrgangs ausgehen kann.

Die Ecken der Außenmauern waren mit vier runden dreistöckigen
Wehrtürmen versehen (Foto links), deren zwei unterste
Stockwerke ebenfalls Schießscharten hatten. Drei dieser Türme sind
erhalten geblieben, wobei nur noch einer seine ursprüngliche Höhe
aufweist.
Die Befestigungen waren zusätzlich von einem Graben umringt.
Der einzige Zugang zu dem Innenbereich verlief durch einen
quadratischen, dreistöckigen Torturm.


Das Außentor (Foto links), das erst 1986 an seinem
ursprünglichen Platz wieder errichtet wurde, trug um seinen
Segmentbogen einen Steinsims, der die frühere Existenz einer
Zugbrücke belegt. Zwei parallele Seile oder Ketten führten vom
äußeren Ende der Brückenplatte in einer diagonalen Linie durch zwei
Mauereröffnungen über dem Tor in das innere des Torturms, wo sie
mittels einer Winde eingeholt werden konnten.
Diese klassische Bauweise ist noch an den benachbarten Schlössern
von Fenétrange (Foto rechts), Lorentzen und Saareck
ersichtlich. Zwischen den Mauereröffnungen über dem Bogen befand
sich vermutlich das Wappen des Besitzers.

Das Innentor des Turms wurde ebenfalls von einem Segmentbogen
umrandet, der heute nur noch aus den Grundsteinen der Widerlager
besteht. Die restlichen Steine des Tors wurden in Erwartung, den
Bogen eines Tages wieder aufbauen zu können, eingelagert – darunter
befindet sich der Schlußstein des Bogens, der das Datum 1577
trägt (Foto).
Das
Hauptgebäude

Das zweistöckige Hauptgebäude ist nach hinten an der
westlichen Außenmauer angelehnt: Sein Grundriß in U-Form
beinhaltet zwei kurze Flügel, die das Gebäude mit dieser Mauer
verbinden. Die Fassade zeichnet sich durch zwei runde Türme
aus, auf denen zwei Zwiebelhauben aufgesetzt wurden.

Der linke Turm wurde – vermutlich gegen Ende des XVII. Jahrhunderts
– um ein weiteres Stockwerk erhöht. Ursprünglich waren die
Turmdächer mit Schiefertafeln bedeckt, wie Fotos aus dem Anfang des
XX. Jahrhunderts (links) zeigen.
Aus Geldmangel wurden später Zinkplatten verwendet, um die Schäden
des letzten Weltkrieges zu beheben.